Am Samstag hat Moritz von seinem StudiVZ Austritt berichtet… Offenbar war er nicht der Einzige der nach Ankündigung der neuen “Werbemaßnahmen” die Notbremse zog…
Wie Facebook bekam jetzt auch StudiVZ die Macht der Nutzer zu spüren. Die Community-Mitglieder wollen ihre persönlichen Daten nicht für Werbezwecke vermarkten bzw. missbrauchen lassen. Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass die Holtzbrinck-Tochter auf Druck der Mitglieder ihre AGB noch einmal modifiziert hat. Demnach probten die StudiVZ-Mitglieder den Aufstand, als sie per E-Mail-Benachrichtigung erfuhren, dass Werbungtreibende künftig Merkmale wie Alter, Geschlecht, Wohnort/Unistandort und Studienfachrichtung auswählen können, um ihre Kampagnen zielgruppenspezifisch zu planen.
In einer Mail am Samstag wurde angekündigt, dass man SMS- und Instant-Messenger-Werbung künftig doch nicht verkaufen will. Des Weiteren werden Nutzerdaten im Zweifel nur noch an Ermittlungsbehörden weitergegeben, nicht mehr an Anzeigenkunden, heißt es. Darüber hinaus sollen Mitglieder nun doch nicht sofort rausfliegen, wenn sie den neuen Geschäftsbedingungen nicht bis zum 9. Januar zustimmen. “Bis zum 31. März 2008 bleiben eure Profile für alle anderen Mitglieder sichtbar”, so StudiVZ. Dagegen sollen Beiträge von Aussteigern aus dem Netzwerk jetzt sofort gelöscht werden.
Willst Du es Dir nicht doch noch überlegen, Moritz?!
Man sollte die Macht der Nutzer einfach nicht unterschätzen! Davon abgesehen war der Zeitpunkt aus meiner Sicht denkbar ungünstig. Erst vor wenigen Wochen hatte Facebook eine schwere Schlappe erlitten, nachdem es ohne Zustimmung der Mitglieder deren Online-Einkäufe im Netz veröffentlichte.


2 Kommentare vorhanden für “Die Macht der User schlägt zu – StudiVZ rudert zurück”
[...] die studiVZ erlaubt, Handynummern der Benutzer zu verkaufen. Die Gründer reagierten auf die Welle der Empörung mit einer Stellungsnahme und ruderten zurück. “Wir haben beschlossen, die SMS- und [...]
Zu spät – der Laden ging mir schon länger auf den Keks durch gewisse Aktionen. Ich bereue meinen Abschied nicht, im Gegenteil