Seltsame SEM-Akquise von Omniture

Nachdem Ralf von www.webanalytics.blog.de bereits auf die seltsame Vorgehensweise bei der Buchung von SEM-Keywords vom Web Analytics Riesen Omniture hingewiesen hat, hier nun auch nochmal ein neues Beispiel:

Haben die das wirklich nötig?

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8 Kommentare vorhanden für “Seltsame SEM-Akquise von Omniture”

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Wahrscheinlich ist ihnen das Sponsoring auf der SES in Hamburg zu Kopf gestiegen… ;-) Dort haben sie jedenfalls weder bei den Vorträgen (Wir können alles, sagen aber nicht “was”), noch bei der Präsentation des Unternehmens (Zwei oft verlassene, leere Tische und ein Prospekt-Ständer) keine soooo professionelles Bild abgegeben.
Fand ich irgendwie schade. Die hatten noch nicht mal einen PC aufgebaut, auf dem man die Tools man hätte ansehen können. Und wie gesagft, die meiste Zeit war gar niemand am Stand.

Gut, als Hauptsponsor hat man das vielleicht auch gar nicht nötig und hört sich selber lieber die Vorträge an… Wie heißt es immer? Leaders tend to loose. Wie auch immer, “so” machen sie jedenfalls keine gute Figur.

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Hallo Mario,

eine ähnliche Erfahrung habe ich beim emetrics Summit in München im April auch gemacht. Auf Zwischenfragen wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass man zu aktuellen Entwicklungen nichts sagen dürfe. Vielleicht auch deshalb, weil die Firma selbst nicht weiß was sie gerade alles so am Markt aufkauft :-)

Schade eigentlich, weil das Produktfortolio von Omniture eigentlich recht vielversprechend klingt…

Moritz

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Keine guten Nachrichten von diesem Dienstleister.
Schade eigentlich. Ich fand das reine Analytictool eigentlich immer eines, das zu den Top 3en gehört. Ich bin der Meinung, dass die grundsätzliche Strategie der Ausweitung der Web-Analytic Leistungen im Sinne von “alles auf einer Hand” durchaus seinen Charm hat. Um da aber hinzukommen, muss man sich sehr intensiv mit der Integration von anderen Firmen kümmern (so wie dieser Dienstleister) jetzt oder Kooperationen eingehen und festigen. Beides kostet Zeit und Geld, Ressourcen die dann in der Kundenbetreuung fehlen. Das kann sich rächen …
Man müsste sich m.E. eine “richtig großen” Partner suchen, der das nötige Geld und vor allem Wissen in Bezug auf die Integration von Firmen einbringt. Das geht schneller und man kann sich auf sein Kerngeschäft und die Stammkundschaft immer noch fokussieren. Auf jeden Fall wird es in diesem Markt nach wie vor spannend, LG, Thorsten

Dirk Lauber | Juli 2nd, 2008 at 23:33
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Kann Herrn Wilhelm nur beipflichten,

eigentlich tolle Akquisitionsstrategie – da möchte jemand Mehrwert aus Daten produzieren.

Bei näherem Hinsehen entpuppt sich vieles aber als Marketing Happy-Talk. Tools (Search Center) funktionieren nicht oder nur imperformant. Live-Probleme werden als Ticket im US Support geöffnet und nur pseudomäßig beantwortet (we´ve got your mail) – vor lauter Mergers & Akquisition zumindest zur Zeit keine Zeit für Kunden.

Manchmal hat das aber auch seine guten Seiten: Auch Rechnungen liegen erst nach 8-10 Monaten vor. …

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Naja, ob der Zinseffekt den Ärger wettmacht ist zu bezweifeln… ;-)

Ein Gutes kann ich dem abgewinnen. Durch solches Geschäftsgebaren machen sie (unfreiwillig) Raum für andere Anbieter. Das regelt der Markt dann recht schnell. Das meiste, was wir für echte Analytic brauchen, bietet doch eh kein Anbieter!
Ich kenne jedenfalls noch kein Tool, das einem Unternehmen die wichtigen Fragen über den Webauftritt beantwortet. “Kennzahlen” liefern die alle, aber die richtigen Informationen (gebündelt, richtig verdichtet und Information-by-exeption um nur einige zu nennen) bekommt man trotzdem nicht.

Und man darf eines auch nicht vergessen. Die wenigsten Unternehmen machen überhaupt Analytic. Die meisten verwenden solche Tools zum Reporting. Die Marketingabteilung braucht Zahlen. DAFÜR wird das in der Regel genutzt. Traurig, aber wahr. Echte Analysefunktionen werden also auch noch gar nicht so oft nachgefragt.

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Ja, das sehe ich genauso – wie Sie Herr Fischer. Da sind wir als Berater und Wissenschaftler gefragt, wenn es darum geht die Unternehmen aufzuklären – und natürlich sind auch die Web Analytic Anbieter in der Pflicht nicht nur das Tool zu verkaufen, sonder auch das “Brain” für dessen Einsatz. Das geht nur, wenn man neben Vertriebler auch Berater im Team / an Bord hat. Das haben ja auch Unternehmen wie Nedstat inzwischen erkannt und darauf mit dem Aufbau von Consultant-Abteilungen reagiert, aber es machen leider noch nicht alle so.

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Hallo Herr Wilhelm, im Prinzip haben Sie da völlig Recht. Trotzdem muss man sich manchmal über die hmmm… “Naivität?” einiger Anbieter wundern. Erst kürzlich hatte ich mit einem GF eines Analyticsanbieter ein Gespräch über Funktionalitäten und Dinge, die fehlen. Unter anderem meint ich, dass eine parametrisierbare IbE (Information by Exeption) Funktion sicher für viele hilfreich wäre. Ich stelle mir also die Bandbreite ein, in der sich der Traffic über und durch meine Website bewegt und bekomme eine Mail (oder SMS), sobald etwas aus dem vordefinierten Rahmen läuft. Noch besser wäre ein mitlernender Algo., der das nachjustiert.
Ich hab zur Antwort bekommen, dass das nicht auf der Wunschliste der Anwender oben stünde… Dabei bin ich sicher, dass es wahrscheinlich GAR nicht auf der Wunschliste steht.
Es bleibt die Frage, ob die bestehenden Kunden immer die richtigen Treiber für Innovationen sind (wobei eine IbE-Funktion keine wirkliche Innovation ist!). Sicher hat damals der Pferdekutschenhersteller das Automobil auch abgelehnt, weil es nicht oben auf der Wunschliste seiner Kutscher stand. Wie auch… ;-)

Fazit aus meiner Sicht: Viele Hersteller machen ihre Hausaufgaben noch nimmer nicht richtig. Detailverbesserungen, schneller, schicker. Neue Funktionen werden in Richtung “mehr” Funktionen bzw. Funktionsausweitung gesehen. Wirklich Neues kommt selten. Wie lange haben wir auf Heat- und Klickmaps warten müssen? Das war kein technisches Problem. Erst als der erste Hersteller in USA damit kam, sind die Entwickler wie die Hühner zwischen Ihren Bildschirmen rumgerannt und haben selber (auch) sowas programmiert… Auch Heatmaps standen sicher nicht auf der Liste der Anwenderwünsche ganz oben.

Frag ich nur den Autofahrer, steht “schneller” und “billiger” auf der Wunschliste. Wenn die Autobauer so ticken würden wie die Softwarehersteller, hätten wir vielleicht heute noch Pferdekutschen.

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Hallo Herr Fischer: Vollste Zustimmung! Was meinen Sie, wie oft ich schon den Anbietern den Tools nahegelegt hab mal eine Nutzer-/Kundenbefragung durchzuführen, um Zielgruppen und deren Anforderungen zu ermitteln … Nichts, kein Interesse.
Auch nicht an Usability-Studien zur Analyse und Optimierung der Tools in der Bedienung. Da liegt noch viel Potenzial, denn nur zufriedene Kunden sind auf Dauer Kunden …

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