AskEraser – Schutz der Privatsphäre

Immer wieder werden die großen Suchmaschinen aufgrund ihrer Datensammelwut – mehr oder weniger – an den Pranger gestellt. Allem voran Google – die “Datensammelkrake” (ich bin klar andrer Meinung!). Gestern las ich im Basic Thinking Blog, dass Ask.com den AskEraser zum besseren Schutz der Privatsphäre einführte.

Mit dem AskEraser ist es nun möglich die Protokolle über die eigenen Suchaktivitäten auf Ask.com automatisch löschen zu lassen. Somit werden die Daten bereits nach wenigen Stunden gelöscht und nicht wie bisher für eine Dauer von 18 Monaten (18 Monate! Darüber hab ich bisher nur wenig gelesen… Hauptsache immer feste über Google schimpfen…) gespeichert. Dabei werden folgende Daten gelöscht: Alle Suchanfragen, IP-Adresse, User-ID und Session-ID Cookies.

AskEraser Screenshot

Allerdings gibt es einige Einschränkungen:

  1. AskEraser ist bisher nur auf Ask.com und Ask.com UK zu finden. Der Rollout soll jedoch weltweit erfolgen – daher ist es nur eine Frage der Zeit bis auch Ask.com DE das Feauture bietet.
  2. Selbst wenn der AskEraser aktiviert ist, wird ein Protokoll der Suche aufgezeichnet, soweit es Strafverfolgungsbehördern oder der Gesetzgeber erfordern. In solchen Fällen wird Ask.com die Daten trotzdem speichern, auch wenn es so aussieht, als würde der AskEraser aktiviert sein.
  3. Mit aktiviertem AskEraser stehen einige der Personalisierungsoptionen nicht mehr zur Verfügung.

Originalauszug aus den AskEraser FAQs:

  • Formal legal request — Ask.com must abide by the laws and regulations of local, state and federal authorities. Even when Ask Eraser is enabled, we may store your search activity data if so requested by law enforcement or legal authority pursuant to due process. In such case, we will retain your search data even if AskEraser appears to be turned on.
  • When AskEraser is on, you will not be able to use a number of personalization options available on the Ask.com site. The primary reason for this is that each of these options requires us to set cookies, require you to log-in, etc.

Ich kann mir Vorstellen, dass Ask.com versucht durch höheren Schutz der Privatsphäre Boden gegenüber Google und Co. gut zu machen – gerade in Zeiten einer immer stärker werdenden Diskussion über Datenschutz.

Wie seht Ihr das?Ich suche bisher fast ausschließlich über Google… und das wird auch so bleiben ;-) !

Werdet Ihr euer Suchverhalten aufgrund eines AskEraser in irgendeiner Art und Weise ändern?

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3 Kommentare vorhanden für “AskEraser – Schutz der Privatsphäre”

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Dem kann ich nur zustimmen!
Ich denk net dass jemand deshalb zu Ask.com wechselt… ich werds auf jeden Fall net tun!

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Da kann ich Holzmichel ;-) nur zustimmen.
Über den Wert der Löschfunktion kann man sicher geteilter Meinung sein. Was nutzt eine Löschung, wenn die Daten trotzdem gespeichert werden? Kriminelle Elemente (vulgo: Fundi-Sepp und Bomben-Schorsch) wissen schon lange, dass (auch) ihre Suchbewegungen gespeichert und von den Strafverfolgungsbehörden nachvollzogen werden können. Sie operieren schon lange nicht mehr von heimischen PC aus, jedenfalls nicht, was ihre “Arbeit” angeht. Die setzen sich in Internetnet-Cafes (die übrigens auch alsbald videoüberwacht werden sollen – eben aus diesem Grund. Der Überwachungsstatt lässt grüßen). Überwacht und sicherheits-aufgezeichnet wird also schon mal der normale, unter Generalverdacht stehende Bürger.

Und vergessen wir eines nicht: Warum sammeln Suchmaschinen, allen voran Google die Suchdaten? Weil sie wissen wollen, wann und wie oft Heinz Maria Waselfingen aus Niederwunsen an der Luhe nach einem Kugelschreiber sucht? Bei den Myriaden von anfallenden Daten (ca. 3.000 pro Sekunde weltweit) ist die einzelne Person, besser die über ein Cookie gesetzte Zufalls-ID, nicht interessant. Um aber statistisch über das Suchverhalten zu lernen, ist es nützlich. Auch um zu lernen, dass sich Heinz Maria eher für volkswirtschaftliche Themen interessiert und Piet Klocke eher für die Post. Und beiden irgendwann mal ein optimiertes, individuelles Suchergebnis anzuzeigen. DAS ist meiner Meinung nach der Hintergrund für das Sammeln von Anfragen zur Profilbildung. Wenn das kommt, werden das sicher viele nützlich finden. Und wer nicht, der löscht oder speichert seine Cookies kontrolliert (Plug-ins gibts ja genug). Beim Rechner-/Browserwechsel ist eh alles hinüber und das alte Profil wird kälter.

Ich wage sogar vorherzusagen, dass sich viele ganz bewusst nach einem Rechnerwechsel wieder bei der Suchmaschine “einloggen”, um ihr persönliches Antwortprofil zu erhalten bzw. wieder zu nutzen. Wenn Google mal gelernt hat, dass ich die vielen Amazon- oder ebay-Affiliate-Treffer in den Suchergebnissen nicht haben möchte – oder auch keine Kochrezepte, wenn ich nach Marmelade suche und ich sie irgendwann nicht mehr angezeigt bekomme? Wunderbar!
Und wer die kleinen blauen Pillen zur Körpervolumenvergrößerung bei Männern kaufen will und öfter auf solche Suchergebnisse klickt – umso besser, wenn er mehr davon zu sehen bekommt.
Jedem das Seine. Das geht aber nur, wenn wir erkennen, wo der Big Brother wirklich sitzt. Nicht in der Suchmaschine, sondern in den Innenministerien. Letztere treffen auf eine in dieser Hinsicht nicht aufgeklärte Bevölkerung ohne Lobby, deren Ängste von Publikumszeitschriften in Richtung Google als Hirnnahrung für mental Suboptimierte geschürt werden.
Bad News are Good News!

Aber es ist ist trotzdem eine hübsche Geste, wenn Ask.com eine Löschung zu Verhinderung von Profilbildung anbietet. Ich befürchte nur, dass sie gleich die Hälfte aller Nutzerprofile verlieren werden, wenn auch nur ein Viertel der Leser dieses Blogs ihr Profil dort löschen… hehehe….

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Eben! Solange die Suchergebnisse dadurch besser werden ist nichts gegen einzuwenden. Im gegenteil. Ich kann es für mich nur begrüßen. Da kann ich auch gut mit leben, dass Google etwas über meine Toolbar-ID weiß… oder über meine Mail-Adresse – die ich bei einem Freemail Provider mit irgendwelchen Daten angelegt hab…
Und wenn wir mal ehrlich sind… was hat denn Google davon, wenn sie wissen wie oft “Heinz Maria Waselfingen aus Niederwunsen an der Luhe nach einem Kugelschreiber” sucht? Nicht wirklich viel…

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