…und hoffentlich werden es nicht zwei.
Letzten Montag war es dann soweit. In San Francisco wurde von Apple zur World Wide Developers Conference 2007 (kurz: WWDC 2007) eingeladen. Die Keynote von Steve Jobs stand diesmal unter dem Thema Leopard – Apples neuester Release 10.5 des Betriebssystems Mac OS X. In Anbetracht der Tatsache, dass es sich um eine Keynote auf einer Entwicklermesse handelte, sind die Enttäuschungen über fehlende Vorstellung neuer Hardware meines Erachtens nicht gerechtfertigt. So munkelte doch der ein oder andere schon im Vorfeld der Messe über neue iMacs oder neue iPods. Ich muss ehrlich gestehen, über neue iPods hätte ich mich auch gefreut
.
Wer sich ein Bild von der Keynote machen möchte, kann sich den Video-Stream hier auf der Apple-Website ansehen.
Was dann aber von “Uns Steve” am Ende der Keynote als “One more thing” vorgestellt wurde, überraschte dann doch ein wenig. Safari für Windows. Ja, richtig gelesen – SAFARI für Windows. Nachdem sich das erstmal bei mir gesetzt hat, hab ich mir dann gleich mal die Beta-Version des neuen Browsers heruntergeladen und testweise auf einem Windows Vista System installiert. Und was mich dann erwartete war sehr überraschend und eigentlich gar nicht das, was man von Apple gewohnt ist – Fehler über Fehler: Webseiten waren teilweise komplett entstellt (Darstellungsfehler) und es gab mehr Abstürze als Erfolgserlebnisse. Zudem las man im Web von gravierenden Sicherheitsmängeln…
Inzwischen wurden die gröbsten Fehler durch einen neuen Release der Beta-Version ausgemerzt, aber dennoch will der Browser nicht so richtig bei mir laufen. Immer noch viele Abstürze. Da benutze ich doch lieber wieder meinen Mac. Der ist eh viel schöner
Aber was werden nun die Windows-User denken? Meines Erachtens hat sich Apple mit der Safari-für-Windows-Sache ein kleines Eigentor geschossen. Mal im Ernst: Welcher User wird sich den Final Release des Browsers laden, wenn er mit der Beta-Version mehr Ärger als Freude hatte? Angepriesen wurde der Browser als der schnellste Browser für Windows – und so wird er wohl auch vielen Usern in Erinnerung bleiben: als der Browser, der als schnellstes wieder von der Platte geflogen ist…
Bleibt nur zu hoffen dass in Cupertino kräftig an der Sache gearbeitet wird und Steve bald mit einer reiferen Version den Schaden wieder gut macht. Denn eigentlich ist der Gedanke den Apple ursprünglich verfolgt genial: Die Windows-Systeme mehr und mehr mit Apple-Software (iTunes) fütternund somit immer mehr User nach und nach in die Macwelt einladen…
Wer sich selbst ein Bild von Safari für Windows machen möchte: Hier, büddeschön: Zum Download der Safari Public Beta auf Apple.de


2 Kommentare vorhanden für “Safari für Windows – Apple legt sich selbst ein Ei”
Leute – Ihr seht das völlig falsch. “Safari” bedeutet doch, mal was Neues zu probieren. Unbekanntes zu erforschen. Daktari zu spielen…
Lasst doch Apple sich auch mal einer nenneswerten Zielgruppe präsentieren. Nicht imma nur einer verschworenen Gemeinde, die fehlertolerant ist und soiche Bugs nicht nach außen verrät. Microsoft hat sich ja auch erst 1996 ins Netz gewagt und dort die ersten zittrigen Versuche gemacht. Äpfel fängt gerade erst an, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Etwas mehr Toleranz wäre da schon angebracht…
)
Hi, also ich denke über Fehler in einer Beta-Version kann man immer hinwegsehen und aktuell surfe ich mit dem Safari für Windows und finde ihn gelungen. Es bringt eine wirkliche Erleichterung, wenn man Seiten für den Safari auf einem Windows Computer testen will.
Ich glaube aber, dass noch viel fehlt bevor der Safari zu einem beliebten Windows Browser werden könnte. Trotzdem gibt es schon jetzt einiges, was mir unheimlich gefällt. Auch wenn die eingeschworene Macintosh-Gemeinde das wohl nicht gerne hören wird, aber ich wünsche mir mehr Mac-Programme für Windows.
Servus, Michael