Veröffentlicht am Freitag, 17 Dezember 2010 von
Moritz Habermann
Dies ist ein Gastbeitrag von Regina Deckart, http://blog.marketingshop.de.
Die Sorge um den guten Ruf ist in unserer Gesellschaft ein ständiger Begleiter, insbesondere für Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen – seien es Politiker oder Unternehmer, Ärzte oder Anwälte. Dass man sich auch Gedanken um den guten Ruf in der digitalen Gesellschaft mit ihren vernetzten Möglichkeiten machen kann und sollte, das setzt sich inzwischen ebenfalls langsam in den Köpfen durch.
Gerade Unternehmen sind in Zeiten, in denen immer mehr Kaufentscheidungen im Web getroffen oder zumindest vorbereitet werden, darauf angewiesen, sich auch online von der besten Seite zu zeigen.
Wer dabei nur an die eigene Website denkt, greift zu kurz. Die eigene Online-Präsenz macht längst nur noch einen Bruchteil des Bildes aus, das das Web von einem Unternehmen zeichnet: User-Kommentare, Foreneinträge, Presseberichte, Blogposts, Bewertungsportale und viele weitere Institutionen und Elemente des Web bilden als Mosaiksteinchen die Online Reputation eines Unternehmens.
Wo SEO und Online Reputation zusammentreffen
Eine zentrale Rolle fällt in der Zusammenführung dieses Mosaiks den Suchmaschinen, allen voran Google, zu. Auf ihren Ergebnisseiten zu einem Unternehmens- oder Markennamen, respektive auf Ergebnisseite eins, formt sich in vielen Fällen der erste Eindruck, den ein Nutzer von einem potenziellen Anbieter hat.
Aus Sicht des Online Reputation Management (ORM) reicht es deshalb nicht aus, dass ein Unternehmen das erste oder die ersten beiden Suchergebnisse zum eigenen Unternehmensnamen „besitzt“. Es sollte seine ORM Strategie in Kombination mit SEO vielmehr so auslegen, dass es möglichst über die gesamte erste Suchergebnisseite in dem Sinne verfügt, dass die Ergebnisse alle selbst produzierte oder beeinflusste Inhalte haben.
Die Aufgabe von SEO in der ORM Strategie
Wo SEO das Online Reputation Management unterstützen soll, fokussiert es sich in erster Linie auf die Namen des Unternehmens und seiner Marken, nicht auf Branchen-Keywords, die in anderen SEO-Teilbereichen entscheidend sind.
Aufgabe der Suchmaschinenoptimierung innerhalb der ORM-Strategie ist, nicht nur die eigentliche Unternehmens-Website, sondern auch alle anderen unternehmenseigenen Sites wie Blog, Shop, Markensites etc., durchgehend so zu optimieren, dass sie auf einem der ersten Plätze in der Suchergebnisliste zum Unternehmensnamen angezeigt werden. Damit wird die Basis für die Eroberung der gesamten ersten Suchergebnisseite gelegt.
Ergänzung der SEO-Maßnahmen durch aktives Online Reputation Management
Ist dieser erste Schritt getan, dann geht es darum, weitere hochwertige und damit gut gelistete Suchergebnisse zum Unternehmensnamen zu produzieren. Dazu gehören:
- Facebook- und Xing-Seite, Twitter-Account: Gut gepflegte Profile in diesen Netzwerken erzielen aufgrund der allgemeinen Relevanz der Portale hohe Rankings in den Suchergebnissen.
- Einträge in Online-Branchenbüchern: Auch diese erfreuen sich großer Beliebtheit und somit guter Rankings. Allerdings sollten die Profile auf yellow1 und co. ebenfalls gut gepflegt und möglichst aktuell gehalten sein.
- Online-PR: Auch die regelmäßige Veröffentlichung von Pressemitteilungen über die wichtigsten deutschsprachigen Presseportale sorgt dafür, dass unternehmenseigene Meldungen bei Google ganz oben stehen.
Das Repertoire des Online Reputation Management erschöpft sich hiermit freilich noch lange nicht. Doch diese ersten Schritte für ein gutes Image in den Google-Ergebnissen zum Unternehmensnamen können für den berühmten ersten Eindruck Gold wert sein.